Marie-Madeleine Husunu (Abi 2000)

Ein Großteil meiner Schulzeit ist nur noch entfernte Erinnerung. Da sind ein paar Namen und vage Gesichter in meinem Gedächtnis, aber vieles ist längst vergessen. Nur wenige Erinnerungen bleiben lebendig – wie eine Glut, die nicht erlischt und immer mal wieder (häufig unerwartet) zu hellem Feuer auflodert. Es sind die prägenden Ereignisse und Begegnungen. Eine Erinnerung die nicht verblasst ist Monsieur Imbert.

Ich sehe ihn am Strand überraschend und voller Energie lachend ins Meer rennen, plötzlich untertauchen und mit einem Seeigel in der Hand strahlend zu uns wartenden Schülern zurücklaufen. Prüfend fragt er in die Runde „Wer möchte probieren?“ Ein Moment von vielen, der so typisch „Imbi“ war. Kompromisslos authentisch schien er das Leben zu genießen. Er besaß die Fähigkeit und Ambition nicht nur Fakten, sondern Verständnis zu vermitteln; nicht nur auf Prüfungen, sondern vor allem auf das Leben vorzubereiten. Herausforderndinspirierend, unterstützend hat er das Heranwachsen seiner Monster begleitet.

Dominique, ich schätze mich glücklich, eines dieser Monster gewesen zu sein. Ihr Engagement, die zahlreichen gemeinsamen Stunden im Klassenzimmer und auf Reisen haben in meinem Leben ihre Spuren hinterlassen. Ein letztes Mal zieht es Sie nun unerwartet ins Meer und dass Sie nicht wieder zurückkehren, schmerzt. Meine Trauer mischt sich jedoch mit den schönen Erinnerungen und vor allem mit tiefer Dankbarkeit.

Meine Gedanken sind bei Ihrer Familie. Ich wünsche ihnen Stärke und Zuversicht in dieser schweren Zeit.